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4. Kohlfahrt der Schulten Kämper am 18. März 2006

Bericht von Henning Mertes
Fotos von Andreas Eilers


Standesgemäße Begrüßung durch Jörg Tucklemuck (Name v.d. Red. geändert)

Standesgemäße Begrüßung durch Jörg Tucklemuck (Name v.d. Red. geändert)

Nach der standesgemäßen Begrüßung des Königspaars und der Meldung der Vollzähligkeit der Schulten Kämper durch Jörg Tucklemuck (Name durch die Redaktion geändert) konnte die 4. Kohlfahrt am Schulten Kamp beginnen. Das Frühjahrs-Bosseln wurde diesmal von Königin Petra I. und ihrem Prinzgemahl Stefan, dem Standhaften veranstaltet. Bis auf Barbara Mertes, die an einem Familienausflug der Schule teilnahm, waren wieder fast alle Bossler vom letzten Mal dabei. Erstmals teilgenommen hat Sandra Vasilisin, so dass insgesamt 16 Spieler sich bei Sonnenschein und kalten Temperaturen zu den Teamfotos aufstellten. Durch die Auslosung der Teams war eines schon sicher: Mindestens eine Serie würde reißen: Andreas Rumpf und Lesley Nogaj, die bisher noch nie im Gewinner-Team standen, und Henning Mertes, der noch nie bei den Verlierern war, wurden gemeinsam ins Team „Pinkel“ gelost.

Team Pinkel

Daniela Nies, Lesley Nogaj, Heike Rumpf, Andreas Rumpf, Susanne Eilers, Hubert Nies, Henning Mertes, Stefan Brückner (Prinzgemahl)

Team Kohl

Elke Lefarth, Eva Nogaj, Barbara Tucklemuck (Name durch die Redaktion geändert), Jörg Tucklemuck (Name durch die Redaktion geändert), Petra Brückner (Königin), Sandra Vasilisin, Thomas Lefarth, Andreas Eilers

Die Schulten Kämper Bosseltruppe beim Marsch zum Start

Man machte sich also gut gelaunt auf den Weg zur 4. Kohlfahrt. Team Kohl begann und legte durch Elke Lefarth einige Meter vor, die die Nummer 1 von Pinkel Prinzgemahl Stefan der Standhafte (Brückner) natürlich mehr als ausgleichen wollte. Entsprechend übermotiviert und deshalb unter besonderer Spannung stehend warf Stefan mit voller Wucht…leider quer über den Weg in Richtung Andreas Eilers, der sich nur durch einen kühnen Sprung zur Seite vor einem folgenschweren Aufprall der Kugel in Sicherheit bringen konnte! Alle waren so geschockt, das niemand daran dachte, einen Schnaps zur Beruhigung zu trinken.

Stefan Brückner im Moment des Wurfes

Im zweiten Wurf von Pinkel jedoch konnte Elkes Marke übertroffen werden, so dass nun Kohl nachlegen musste. So ging es hin und her, bis irgendwann dann doch das 1:0 für Pinkel fiel. Unter riesigem Jubel wurde das erste Schött der Frühjahrs-Kohlfahrt begossen.

Das erste Schött wird begossen

Zügig ging es weiter, allerdings wollte das zweite Schött nicht zu Stande kommen. So rief die Königin ein Not-Schött aus, so dass endlich wieder Schnaps gereicht wurde. Und dann kam die große Stunde von Elke Lefarth, zu ihrem Leidwesen allerdings nur zum Vorteil für das Team Pinkel: Zunächst versemmelte sie Ihren Wurf und verursachte dadurch das zweite Schött zum 2:0 für Team Pinkel kurz nach dem Not-Schött. Es wurde erneut getrunken. Nach dem zwischenzeitlichen Anschluss für ihr Team, das zum 2:1 verkürzen konnte, versuchte Sie, Andreas Rumpf von der Bahn zu schießen, nur weil er sich ein wenig von seiner harten und verantwortungsvollen Arbeit ausruhen wollte. Dieses Vorhaben ging glücklicherweise – genau wie die Kugel – voll daneben: Es kam zum nächsten Schött, mit dem das Team Pinkel seinen Vorsprung auf 3:1 ausbauen konnte.

Andreas Rumpf erholt sich von der Arbeit

Nur wenige Minuten später schaffte Elke es, erneut nur wenige Meter zu werfen und das nächste Schött war die Folge. Erneut wurde mit Schnaps auf das 4:1 angestoßen.

Erneutes Anstoßen auf ein Schött

Elke versuchte durch eine Taktik-Besprechung der Frauen des Teams „Kohl“ zu retten, was zu retten war. Dummerweise hatte sich Heike Rumpf (zweite von links, verdeckt) eingeschlichen, so dass Team Pinkel rechtzeitig gewarnt wurde…

Taktik-Besprechung der Damen

Dann kam es – wie bei fast jeder Schulten Kämper Kohlfahrt – wieder mal zum Eklat. Und erneut war Eva Nogaj beteiligt: Vollkommen entnervt wollte sie Andreas Rumpf, den Mockengänger, foulen und ihn am Wurf der Kugel hindern. Dabei zerriss sie ihm Hose…wobei man sich natürlich an dieser Stelle fragen muss, am Wurf WELCHER Kugel sie ihn hindern wollte. Zum Beweis haben wir natürlich ein Foto gemacht:

Zerrissene Hose

In der Folge musste Mockengänger Andreas einige Male seines Amtes walten, was er aber wie immer routiniert und gelassen erledigte. Selbst die sehr schwer zu findenden Kugeln im Wasser holte er hervor.

Der Mockengänger hat es drauf

Kugel aus der Mocke

Langsam aber sicher näherten wir uns dem Wendepunkt. Kurz vorher allerdings gab es erneut Grund zum Jubeln: Das sechste Schött des Nachmittags war gefallen…und selbstverständlich wurde auch dieses Schött gehörig begossen…

Das nächste Schött wird begossen

Bei der Wende war die Entscheidung natürlich schon gefallen: Team Pinkel würde den Sieg davon tragen. Allerdings gab Andreas Eilers nicht auf und holte zum Wurf des Tages aus. Die Kugel wäre mindestens 200 m weit gerollt, wenn, ja wenn der Bollerwagen von Königin Petra I nicht gewesen wäre: Petra konnte Elke noch schnell aus dem Weg scheuchen. Sie selbst hatte leider keine Chance mehr, den Wagen aus der Bahn der Kugel zu ziehen, so dass die Kugel in den Wagen krachte und die Straße verlies. Dieser Wurf wäre als einer der weitesten, wenn nicht als der weiteste überhaupt in die Annalen der Schulten Kamp Kohlfahrtgeschichte eingegangen. Tragisch war dieses Missgeschick um so mehr, da Andreas einen Wiederholungswurf verlangte, der noch nicht einmal 2/3 der Strecke bis zum Bollerwagen zurücklegte. An dieser Stelle gab Team Kohl entnervt auf und alle machten sich mehr oder weniger glücklich auf den Heimweg.

Gemeinsames Kohl-Essen

Es folgte das traditionelle Kohl und Pinkel Essen, auf das sich immer alle besonders freuen. Nachdem sich alle die Bäuche vollgeschlagen hatten, wurde – auch wie immer – kräftig getrunken. Bier und Schnaps flossen trotz der winterlichen Temperaturen in Strömen, selbst der letzte Tropfen Alkohol wurde aus den Gläsern geschleckt. Kein Wunder, dass da Dinge geschehen, über die wir besser den Mantel des Schweigens hüllen. Die Impressionen sollten für sich sprechen.

Kein Tropfen wird verschenkt

Barbara freut sich, dass sie noch ein bisschen XuXu erhaschen konnte

Je später der Abend, desto schmuseriger die Schulten Kämper

Wo hat Andreas seine rechte Hand???

Dann stand die Wahl der neuen Königin an. Das amtierende Königspaar hatte sich natürlich wieder etwas besonderes einfallen lassen: Jeder der fünf Kandidatinnen konnte sich eine Dose aussuchen. In den Dosen war ein Zettel und auf einem der Zettel befand sich ein Königssymbol. Zur Wahl standen die folgenden Kandidatinnen:

von links:Barbara Tucklemuck (Name durch die Redaktion geändert), Eva Nogaj, Sandra Vasilisin, Daniela Nies, Barbara Mertes

Alle machten die Dosen auf und zogen die Zettel heraus, die sie anschließend langsam entfalteten. Und es kam, was alle vorhergesehen hatten: Sandra Vasilisin, die zum ersten Mal überhaupt dabei war, zog das Königslos! Die Freude war groß, die „alte“ Königin hatte abgedankt, die neue war gekrönt. Wir wünschen an dieser Stelle unserer neuen Königin eine glückliche Regentschaft. Gleichzeitig bedanken wir uns beim alten Königspaar, bei Petra I. und Stefan dem Standhaften für die perfekte Organisation der 4. Kohlfahrt.

Sandra beweist Ihre Wahl zur Königin

Später am Abend fand sich das Team „Pinkel“ noch mal für das Siegerfoto zusammen. Es rissen zwei Serien: Andreas Rumpf und Lesley Nogaj haben zum ersten Mal gewonnen. Eine einzige Serie hält weiterhin: Henning Mertes bleibt ungeschlagen. Wir freuen uns schon auf die nächste Kohlfahrt, die im Herbst stattfinden wird.

Das Siegerteam „Pinkel“